Klagemauer

In Jerusalem steht die Klagemauer. Es sind die letzten Überreste des Tempels, der 70 n. Chr. zerstört wurde. Bis heute ist er für das jüdische Volk Ort der Klage über den verlorenen Tempel und die Zerstreuung, aber auch Ort der Hoffnung und Sehnsucht nach dem von Gott versprochenen Heil.

Hier steht in der Fastenzeit eine Klagemauer in der Kirche. Auch sie soll für die Menschen ein Ort sein, an dem sie ihre Klagen und Hoffnungen in Vorbereitung auf das Osterfest vor Gott hintragen können.

Dazu können sie – wie es auch bei der Klagemauer in Jerusalem Tradition ist – ihre Klagen, Hoffnungen und Gebete auf kleine Zettelchen schreiben und in die Spalten der Mauer stecken. Die Zettelchen werden am Ende der Fastenzeit in der Osternacht im Osterfeuer verbrannt.

Unser Herr und unser Gott,

Du öffnest Deine Ohren und Dein Herz für uns.

Höre unsere Klagen, unser Hoffen, unser Beten!

Wenn wir gefehlt haben: Verzeih uns!

Wenn wir hoffen: Hilf uns!

Wenn wir beten: Stärke uns!

Wir rufen zu Dir: Erhöre uns!

Wir bitten Dich durch Deinen Sohn,

unseren Heiland Jesus Christus,

der für uns alles Sünde auf sich nimmt.

Amen.

Veröffentlicht am 21. Februar 2024 Kategorie(n): Aktuell