Klimawandel hautnah erlebt: Zwei Tage auf dem Aletschgletscher

Im Rahmen des ökumenischen Religionsunterrichts der Oberstufe Münchenstein verbrachten 16 Jugendliche zwei eindrückliche Tage in den Walliser Alpen, um die Folgen des Klimawandels direkt vor Ort zu erleben. Ziel der Exkursion war der Aletschgletscher, der grösste Gletscher der Alpen. Die Reise stand unter dem Thema «Bewahrung der Schöpfung» und ermöglichte den Schülerinnen und Schülern, die Auswirkungen des Klimawandels unmittelbar zu erfahren.


Am ersten Tag wanderten wir zur Villa Cassel. Von dort aus bot sich ein beeindruckender Blick auf den Aletschgletscher. Die Jugend lichen erfuhren, wie stark sich der Gletscher in den vergangenen Jahrzehnten verändert hat. Jahr für Jahr wird sichtbar, wie weit sich das Eis zurückzieht. Am zweiten Tag ging es mit Steigeisen und am Seil gesichert direkt auf den Gletscher. Trotz sommerlicher Temperaturen war es auf dem Eis überraschend kalt. Die gewaltige Landschaft beeindruckte alle Teilnehmenden. Gleichzeitig wurde deutlich, wie verletzlich dieses einzigartige Naturerbe ist.
Die Exkursion knüpft an die Ziele des ökumenischen Lehrplans Basel-Landschaft an. Im Themenfeld «Schöpfung» setzen sich Jugendiche mit ökologischer Verantwortung und den Folgen der Erderwärmung auseinander. Zum Abschluss schrieben alle Jugendlichen einen persönlichen Bericht über ihre Erfahrungen. Diese Texte werden in der Villa Cassel archiviert und für kommende Generationen zugänglich gemacht. So entsteht über die Jahre hinweg ein eindrückliches Zeugnis darüber, wie junge Menschen den Wandel des Gletschers erleben und über ihre Verantwortung
für die Schöpfung nachdenken. Die zwei Tage am Aletschgletscher zeigten eindrücklich, dass der Klimawandel nicht nur
eine theoretische Diskussion ist. Die Jugendlichen waren mit grossem Interesse, viel Neugier und hohem Engagement dabei und kehrten mit bleibenden Eindrücken, neuen Erkenntnissen und vielen Denkanstössen
nach Hause zurück.

Veröffentlicht am 23. Juni 2026 Kategorie(n): Aktuell